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Der Workshop widmet sich der zentralen Herausforderung, die IT-Branche nicht nur für Frauen zu öffnen, sondern sie nachhaltig in Fach- und Führungspositionen zu halten. In einem interaktiven Dialog kommen IT-Fachkräfte, Führungskräfte, Wissenschaftler*innen und Unternehmensvertreter*innen zusammen, um innovative Lösungen zu erarbeiten und bewährte Praktiken auszutauschen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können Unternehmen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Frauen in der IT bleiben und ihr volles Innovationspotenzial entfalten? Dabei wird auch die Bedeutung von (digitaler) Resilienz thematisiert: Wie können Unternehmen nicht nur technologische, sondern auch organisatorische Resilienz fördern, um ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sich flexibel an die Bedürfnisse und Herausforderungen von Frauen anpasst?
Im Rahmen des Verbundvorhabens „Tech2stay“ der Hochschule Heilbronn, des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und der Gesellschaft für Informatik e.V. beleuchtet der Workshop Ursachen der hohen Fluktuation von Frauen in der IT, zeigt Wirkmechanismen auf und präsentiert erprobte Interventionen aus der Reallaborforschung. Im Rahmen des Workshops ist geplant:
1. Wissensaustausch: Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse zu „Retention weiblicher IT-Fachkräfte“, gendersensibler Unternehmenskultur und Resilienz im Unternehmenskontext.
2. Praxisberichte: Erfahrungen zu erfolgreichen Maßnahmen und Herausforderungen.
3. Interaktive Arbeitsphasen: Austausch zu Handlungsempfehlungen und zu Best Practices.
4. Netzwerken: Stärkung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis, um langfristige Kooperationen zu fördern.
Der Workshop bietet eine Gelegenheit, praktische Tools zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit kennenzulernen und zu erproben. Unternehmen können konkrete Maßnahmen zur Fachkräftebindung und Innovationssteigerung kennenlernen, während Wissenschaftler*innen Impulse für die Weiterentwicklung gendersensibler Ansätze erhalten.
Workshopchairs:
In dem Workshop werden Herausforderungen und Lösungsansätze für ein modernes Informationsmanagement bzw. eine moderne Information-/IT-Governance betrachtet und diskutiert. Insbesondere beleuchten wir, wie sich Neuerungen und Trends wie Digitale Transformation, Resilienz, Agilität und Künstliche Intelligenz auf IT-/IS-Strategien und Managementsysteme zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Unternehmens-IT auswirken. Dabei werden auch die Herausforderungen, die nicht im engeren Sinne zum IT-Management und zur IT-Governance zählen, integriert und die Schnittstellen zu verwandten Themen können beleuchtet werden (bspw. zu Cybersecurity und Informationssicherheit, zum Risiko- und Compliancemanagement, zum Nachhaltigkeitsmanagement i.V.m. ESG-Kriterien etc.). Diese Herausforderungen sind Anforderungen an die IT von Organisationen, die in einer ganzheitlichen Governance balanciert werden müssen.
Neben den genannten inhaltlichen Trends und Themen sind auch Modelle, Methoden und Vorgehensmodelle für die Entwicklung und Umsetzung einer IT-Governance und eines passenden IT-Managements von Bedeutung in den Workshop. Auch diese werden permanent weiterentwickelt, sodass ein Blick auf aktuelle Konzepte von Interesse ist.
Die genannten Aspekte waren auch in vergangenen Jahren Gegenstand des Workshops. Dabei können aktuelle Forschungsarbeiten einschließlich „Work in Progress“ vorgestellt und diskutiert werden. Auch soll Teilnehmern aus der Praxis die Möglichkeit gegeben werden, von ihren Erfahrungen im Rahmen dieser Themenstellungen zu berichten. In der Vergangenheit hat sich darüber hinaus aus den Einreichungen ein „Studierenden-Track“ ergeben, den wir gerne beibehalten wollen.
Workshopchairs:
Bereits in der Vergangenheit haben wir in SAG WAS-Workshops (https://informatik.hs-bremerhaven.de/kvosseberg/sagwas) die beiden ""Welten"" der studentischen Ausbildung und beruflichen Weiterbildung mit dem Fokus auf agile Softwareentwicklung, Softwarequalitätssicherung, Requirements Engineering oder Schlüsselkompetenzen zusammengebracht. In diesem Jahr wollen wir einen neuen SAG WAS-Workshop veranstalten und den Schwerpunkt auf das Thema nachhaltige Softwareentwicklung legen.
Mit zunehmender Digitalisierung gewinnen die Aspekte einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit als Qualitätskriterien von Softwaresystemen zunehmend an Bedeutung. Dies spiegelt sich in Entwicklungen wie dem Umweltzeichen *Blauer Engel für ressourcen- und energieeffiziente Softwareprodukte* oder den zahlreichen Diskussionen der *Gesellschaft für Informatik*, der *BMUKN Community Nachhaltige Digitalisierung* oder dem Netzwerk *Bits und Bäume* wider. Der enorme Ressourcenbedarf wird nicht zuletzt durch KI-basierte Systeme sehr deutlich. Eng verknüpft mit der Nachhaltigkeit von Systemen sind Diskussionen um digitale Souveränität, ökonomische Abhängigkeiten und soziale Teilhabe.
Welche Kompetenzen werden benötigt, um digital souveräne, nachhaltige Softwaresysteme zu entwickeln? Welche Grundlagen werden gebraucht, für die Entwicklung von digital souveränen IT-Infrastrukturen, die transparente und nachhaltige Systeme unterstützen? Wie können diese Kompetenzen vermittelt werden? Mit Büchern? In Kursen? Learning by doing? Wie reagiert die Hochschullehre darauf? Im Curriculum? In Lehrveranstaltungen? Vertieft durch studentische Projekte? Wie wird das Thema in der Fachausbildung aufgegriffen? Wie können die Diskussionen in die Weiterbildung integriert werden. Ziel des Workshops ist es, die Vermittlung von Kompetenzen für eine nachhaltige Softwareentwicklung in der Aus- und Weiterbildung unter die Lupe zu nehmen.
Workshopchairs:
Der Workshop zur Intelligenten Digitalisierung (IntDig 2026) verfolgt die Vision, dringend erforderliche und sinnvolle Digitalisierungen in Wirtschaft und Gesellschaft zielpassend und termingerecht gestaltbar und realisierbar zu machen. Dafür adressiert der Workshop einerseits das intelligente Vorgehen bei Digitalisierungsprojekten und andererseits den geeigneten Einsatz von KI-basierten Softwarekomponenten in den resultierenden Prozessen (auch in digitalen Zwillingen), der intelligente Funktionalitäten, intelligente Prozesse und/ oder intelligente Entscheidungsunterstützungen bestmöglich realisieren soll. Neben KI-bezogenen Aspekten und geeigneten Vorgehensweisen bei der Vorbereitung, Planung, Begleitung und Durchführung von Digitalisierungsprojekten (eischließlich Digitaler Transformationen) sollen auch notwendige oder/ und begünstigende systemische Rahmenbedingungen für den Erfolg von Digitalisierungsprojekten auf verschiedenen Ebenen (Unternehmen, Unternehmensverbünde, Organisationen, Behörden, Staat, Staatenverbünde) diskutiert werden.
Workshopchairs:
Digitale Souveränität ist eines der zentralen Schlagworte des Jahres 2025. Im Rahmen des Sovereign Cloud Stack (SCS)-Projektes beschäftigen wir uns bereits seit 2021 mit ihrer praktischen Umsetzung im Cloud-Umfeld. Der SCS ist ein europäisches Open-Source-Projekt, das Standards für souveräne Cloud-Infrastrukturen definiert.
Im Fokus steht dabei eine digitale Infrastruktur mit echter Wahlfreiheit: sicher, interoperabel, anbieterunabhängig und cloud-native. Digital souveräne Cloud-Lösungen sind für die heutige Gesellschaft von hoher Relevanz und ein wesentlicher Bestandteil digitaler Resilienz.
Was wir in den vergangenen fünf Jahren beobachtet haben, ist ein breiter Konsens über den Bedarf an digital souveränen Cloud-Lösungen – sowohl in der Politik als auch in der Privatwirtschaft. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die konkreten Umsetzungen häufig hinter den formulierten Zielen zurückbleiben: Der Ruf nach digitaler Souveränität ist laut, tatsächliche Realisierung bleibt jedoch die Ausnahme.
Im Verlauf des Workshops möchten wir daher untersuchen, in welchen Bereichen möglicherweise Kommunikationsdefizite bestehen, die Gesellschaft unzureichend einbezogen wird oder die Ansprache an politische Akteur:innen sowie die Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor anders gestaltet werden sollte.
Lasst uns gemeinsam im Workshop – am konkreten Beispiel einer Cloud-Infrastruktur – Wege finden, wie hier spürbar mehr Traktion entstehen kann.
Workshopchair:
Digitale Resilienz kann in Bezug auf die Künstliche Intelligenz auf
zwei Weisen betrachtet werden. Einmal muß man bei der der Benutzung
von KI-Systemen die zunehmende Abhängigkeit von spezifischen
KI-Anbietern betrachten. In Europa und Deutschland ist es eine
politische Herausforderung, die digitale Souveränität gegenüber ""Big
Tech""-Firmen aus USA und China sicherzustellen. Man kann aber auch
fragen, in welcher Form KI-Systeme selbst bei Programmierung und
Anwendung hinreichend widerstandsfähig sind, um sich z.B. gegen
""adversarial attacks"" oder die Verarbeitung (und Verbreitung) von
Fehlinformationen wehren zu können. Diese Frage berührt die Forderung
nach ""vertrauenswürdiger KI"". In dem Maße, in dem vertrauenswürdige KI
als Teil der digitalen Souveränität gesehen wird, treffen sich hier
die beiden Bereiche wieder. Dementsprechend werden auf diesem Workshop
beide Aspekte diskutiert, zuerst im Hinblick auf die digitale
Souveränität, anschließend unter dem Gesichtspunkt einer
vertrauenswürdigen KI. Der Workshop schließt mit einer offenen
Diskussion über die zu ziehenden Schlußfolgerungen.
Workshopchairs: